Am Freitag, den 17.04.2026, waren Schülerinnern und Schüler der Jahrgangsstufe 9 mit ihren Geschichte-Lehrerinnen Frau Bäuerle, Frau Kissinger und Frau Licht in Blaubeuren und haben eine Führung zum Thema „NS-Zeit in Blaubeuren“ besucht.
Die Blaubeurer Herr Daur und Herr Hermann führten bei strahlendem Sonnenschein die 35 Schülerinnen und Schüler durch die Blaubeurer Altstadt und erzählten vor verschiedenen Gebäude von den Geschehnissen in der Stadt Blaubeuren unter dem Einfluss der Nationalsozialisten. Dazu zählte die Indoktrinierung der Bevölkerung, die Übernahme der städtischen Strukturen durch die Nationalsozialisten und die Diskriminierung von Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt Blaubeuren.
Die Schülerinnen und Schüler der Geschichte Klasse 9b_c wurden gebeten, ihre Eindrücke zu verschriftlichen. Das sind die Ergebnisse:
„In Blaubeuren übernahmen ab 1933 die Nationalsozialisten die Kontrolle über Verwaltung und öffentliches Leben („Gleichschaltung“). Politische Gegner wurden unterdrückt, jüdische Einwohner ausgegrenzt und später im Rahmen der Deportationen verfolgt. Im Zweiten Weltkrieg war der Ort in die Kriegswirtschaft eingebunden, außerdem wurden Zwangsarbeiter in der Region eingesetzt. 1945 endete die NS-Herrschaft mit dem Einmarsch der Alliierten. Ich fand die Führung cool, weil ich nicht wusste, dass in Blaubeuren so viel passiert ist in der NS-Zeit.“ (Yusuf, Gonçalo)
„Während der NS-Zeit (1933–1945) wurde auch das Leben in Blaubeuren von der NS-Diktatur unter Adolf Hitler geprägt: Politik, Vereine und Schulen wurden gleichgeschaltet, und Jugendliche in Organisationen wie die Hitlerjugend eingebunden. Verfolgung und Ausgrenzung – besonders sichtbar in der Reichspogromnacht – waren auch in kleineren Orten spürbar.
Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Männer eingezogen; einige kehrten nicht zurück oder galten als vermisst. Ihr Schicksal zeigt die Folgen des Krieges auch für eine kleine Stadt. Nach 1945 wurde die NS-Zeit zunächst nur langsam aufgearbeitet.
Unsere Meinung: Wir fanden es interessant, dass Hitler Blaubeuren besucht hat und hier an der Macht war. Wir hätten sowas nicht erwartet. Es gab sehr viele Informationen darüber, was während der NS-Zeit hier in Blaubeuren passiert ist und es ist wichtig, dass wir immer daran denken, was geschehen ist.“ (Dila, Burcu)
„Die NS-Zeit dauerte von 1933 bis 1945 und prägte auch die Stadt Blaubeuren stark. Blaubeuren liegt in Baden-Württemberg und auch dort beeinflusste das nationalsozialistische Regime das Leben der Menschen. Besonders stark war der Einfluss der sogenannten „Deutschen Christen“ in der evangelischen Kirche. Diese Gruppe verband christliche Werte mit den Ideen des Nationalsozialismus und unterstützte das Regime offen.
In Blaubeuren lebten damals kaum oder keine jüdischen Familien. Trotzdem zeigte sich auch dort die Judenverfolgung der Nationalsozialisten. Menschen aus anderen Orten wurden verfolgt, verhaftet und in Konzentrationslager gebracht.
Viele Menschen unterstützten die Nationalsozialisten, weil sie sich Ordnung, Arbeit und eine starke Führung für Deutschland erhofften. Andere hatten Angst und passten sich an, ohne offen Widerstand zu leisten. Wer sich gegen das Regime stellte, musste mit Strafen rechnen.
Erst viele Jahrzehnte nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 begann auch in Blaubeuren die Aufarbeitung dieser dunklen Zeit. Man sprach lange nicht über die Verbrechen des Nationalsozialismus und erinnerte an das Leid vieler unschuldiger Menschen. Heute ist es wichtig, sich an diese Zeit zu erinnern, damit sich solche schlimmen Ereignisse niemals wiederholen und die Menschen aus der Geschichte lernen.
Es war interessant und informativ. Zudem fanden wir den Fakt überraschend, dass Hitler in Blaubeuren war.“ (Danny, Felix)
„Am letzten Freitag unternahmen wir als Gruppe einen Ausflug nach Blaubeuren, um uns mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. Ziel war es, durch eine Stadtführung mehr über die Ereignisse vor Ort zu erfahren und zu verstehen, wie sich diese Zeit auf die Menschen in der Stadt ausgewirkt hat.
Die Führung fand in der Altstadt statt und begann vor der evangelischen Kirche, wo wir uns zunächst versammelten und eine Einführung in das Thema erhielten. Dort wurde uns erklärt, wie sich das Leben während der NS-Zeit auch in kleineren Städten veränderte. Anschließend liefen wir hinter die Kirche, wo wir weitere Informationen über damalige Ereignisse und Veränderungen im Alltag bekamen.
Danach gingen wir in den Klosterhof. Dort erfuhren wir mehr über die Bedeutung des Klosters und wie Institutionen wie Kirche und Kloster in dieser Zeit beeinflusst wurden. Zum Abschluss besuchten wir das Rathaus, wo uns erklärt wurde, welche Rolle die Stadtverwaltung während der NS-Zeit spielte und wie Entscheidungen vor Ort getroffen wurden.
Die Führung wurde von Guides geleitet, die uns anschaulich durch die verschiedenen Stationen führten und viele historische Hintergründe erklärten.“ (Korstian, Malte, Lukas)
„Am 17.04.2026 waren unsere Geschichte-Klasse und wir in Blaubeuren bei einer Führung zur NS-Zeit in Blaubeuren. Herr Hermann und Herr Daur haben uns herumgeführt. Die Stationen der Führung betrafen die evangelische Kirche, die Firma Spohn und Burkhardt, die Polizeistation, das Kloster, „harrys haar haus“, ein vietnamesisches Restaurant und das Rathaus.
Es war sehr interessant zu erfahren, dass Hitler in Blaubeuren war und sich den Blautopf hat zeigen lassen und in einem Braustüble eingekehrt ist. Das wussten ganz viele von uns nicht.
Während der Führung habe wir viele neue Dinge über Blaubeuren während der NS-Zeit erfahren. Wir fanden die Führung sehr gut, da Herr Hermann und Herr Daur uns die Informationen gut erklärt habe.“ (Alessandro, Simon, Tobias)
„Die Geschichte Klasse 9b_c und 9c waren am 17.04.2026 in Blaubeuren bei einer Führung zum Thema NS-Zeit in Blaubeuren.
Herr Hermann und Herr Daur haben uns alles erzählt, was damals in Blaubeuren geschehen ist. Unter anderem berichteten sie uns von fünf Vermissten aus Blaubeuren. Diese wurden ohne die Zustimmung ihrer Eltern weggebracht, weil sie unter einer Behinderung litten. Die Eltern wurden dann vom Tod der Kinder informiert.
Auch wurde uns erzählt, dass in Blaubeuren ein Bier extra für Hitler gebraut wurde. Das „Kanzler Gold“.
Wir fanden die Führung sehr toll, wir haben viel gelernt und viel Neues erfahren. Es wurde alles spannend erzählt, aber um alles verstehen zu können, wäre etwas mehr Zeit bei der Führung gut gewesen.“ (Fynn, Younes, Tony)