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(K)eine perfekte Weihnacht.

Der Weihnachtsgottesdienst der Karl-Spohn-Realschule 2025

(L. Bäuerle)

Am 19. Dezember 2025 fand traditionell zum Jahresabschluss und Beginn der Weihnachtsferien der Weihnachtsgottesdienst der Karl-Spohn-Realschule in der Evangelischen Kirche in Gerhausen statt.

In diesem Jahr stand der Gottesdienst unter dem Motto „Keine perfekte Weihnacht“ – denn, wenn wir ehrlich sind: Was im Leben läuft schon perfekt?

Schon der Start ins Schuljahr mit Notfall-Stundenplänen war alles andere als ideal, wurde aber gemeinsam gemeistert. Auch das Projekt „Zeig, was du kannst“ der Neuntklässler brachte manche Herausforderung mit sich. Und kurz vor Weihnachten lief sicher nicht jede Klassenarbeit so, wie erhofft. Doch muss unser Leben wirklich immer perfekt sein?

Diese Frage zog sich wie ein roter Faden durch den Gottesdienst. Nach dem ersten gemeinsamen Lied, begleitet von Frau Mangold sowie Leoni, Amelie und Lorena, rückte ein besonderes Symbol der Adventszeit in den Mittelpunkt: der „Baum mit Macken“.

Ben M., Linda F. und Jael W. präsentierten den Weihnachtsbaum – und schnell fielen die ersten Urteile: zu schief, zu klein, zu stachelig. Doch die Lehrerin, gespielt von Marie-Louise H., erklärte, warum gerade dieser „unperfekte“ Baum ausgewählt worden war. Eine Erzählung von A. Schwarz, vorgelesen von Jael, machte eindrucksvoll deutlich, dass auch Unvollkommenes seinen Wert hat.

Der Baum erinnerte daran, dass niemand perfekt sein muss – weder Schülerinnen und Schüler noch Lehrkräfte, weder Eltern noch Kinder. Auch das erste Weihnachtsfest war alles andere als perfekt: Gott kam als Kind in einem einfachen Stall in unsere unvollkommene Welt. Er begegnet uns so, wie wir sind – mit unseren Stärken, Schwächen und Hoffnungen. So wurde der vermeintlich „unperfekte“ Baum schließlich zu einem Symbol für Echtheit, Annahme und Gottes Liebe. Passend dazu sangen alle gemeinsam „O Tannenbaum“.

In den anschließenden Gebeten, vorgetragen von Frau Giebeler sowie Schülerinnen und Schülern der Klassen 7b und 9b, wurde deutlich, wie sich Gottes Barmherzigkeit in unserer unvollkommenen Welt zeigt. Er nimmt uns an, stellt sich auf die Seite der Schwachen und begleitet Menschen durch die Dunkelheit des Lebens. Schon kleine Taten der Nächstenliebe können unsere Welt ein Stück heller machen – passend zum anschließenden Lied „Kommet ihr Hirten“.

Die Lesung aus dem Lukasevangelium erinnerte daran, dass Weihnachten nicht im Glanz der Perfektion beginnt, sondern in der Einfachheit. Die Botschaft des Engels galt den Hirten – Menschen am Rand der Gesellschaft. Gerade dort zeigt sich Gottes Nähe: im Frieden, in der Hoffnung und in der Liebe.

Ein weiterer Höhepunkt war das Krippenspiel der Klasse 6b. Die Schülerinnen und Schüler luden zum Gebet und zur Stille ein. In den Fürbitten baten Maria (Annabella Sch.) und Josef (Tim H.) um Zeit, Hilfsbereitschaft und Geborgenheit in den Familien. Das Christuskind (Lea G.) erinnerte daran, Gottes Führung auch im Kleinen zu erkennen. Der Engel (Paulina Sch.) bat um Frieden in der Welt, und die Sternsinger (Marie K., Anna M. und Kathleen H.) ermutigten dazu, mutig neue Wege zu gehen. Sternträger Luca R. wünschte, dass Gottes Licht für alle Menschen scheine. Gemeinsam beteten alle das Vaterunser.

Zum Abschluss erklang „O du fröhliche“, bevor Frau Giebeler den Segen sprach und alle in die Weihnachtsferien verabschiedete. Als kleines Andenken erhielten die Besucherinnen und Besucher ein Mitgebsel mit der Botschaft: „Gott liebt uns – auch unperfekt, mit all unseren Fehlern und Schwächen.“

Ein herzlicher Dank gilt allen Mitwirkenden, insbesondere Frau Hintz, Frau Mangold, den Schülerinnen und Schülern sowie der Evangelischen Kirchengemeinde Gerhausen für ihre Unterstützung.

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